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Einmal Transsylvanien und zurück – Fortsetzung: “Die Mumie”

Februar 4th, 2012 · 1 Kommentar

7. Kapitel: Kharis Ma – der Fluch der Mumie

Wenn man später Jonathan Harker nach seinen Erlebnissen in Transsylvanien befragte, erschien es ihm selbst kaum noch glaubhaft, wie viele verschiedene unheimliche Wesen er in dieser kurzen Zeit getroffen hatte, die allesamt nichts anderes im Schilde führten als seine Braut Bianca Torturata zu entführen.

Ihm selbst war im Einzelnen keineswegs klar, welche Faszination es war, die Bianca gerade auf Monster ausübte. Zwar waren ihre äußeren Vorzüge für jeden überaus deutlich zu erkennen: ihr dunkles wallendes Haar, ihre strahlenden lockenden Augen, ihr kirschförmiger feuchter Mund, ihr vorbildlich gebogener Nacken und ihre hohe prallen Brüste mussten jeden normalen Mann – und gewiss auch so manche Lesbierin – nicht ungerührt lassen, von den Linien ihrer Hüften ganz zu schweigen.

Jonathan konnte nicht sagen, welches Monster ihm selbst als das schrecklichste erschienen war – den übelsten Geruch verbreitete jedenfalls die uralte Mumie, die aus dem Sarkophag im Keller der Friedhofsgruft von Zborsk geklettert war, nachdem der treue Iwan die Plage der Zombies mit seinen Salzstangerln beseitigt hatte.

„Schon wieder so ein Ungeheuer!“ stöhnte der junge Harker, als die verwickelte Gestalt den mumifizierten Kopf drehte, und ihre tief in den Höhlen liegenden brennenden Augen Bianca Torturata fixierten.

„Ananka – meine Geliebte!“ dröhnte die Stimme der Mumie durch den unterirdischen Raum, so laut, dass sogar Iwan seine tote Geliebte Daliah aus den Armen sinken ließ.

„Das aber kein Zombie!“ bemerkte er und griff gar nicht erst nach dem Salzgebäck, das er zur Bekämpfung der Zombies benutzt hatte.

„Nein, Iwan!“ bestätigte der neben ihm stehende Professor van Helsing. „Das ist mit ziemlicher Sicherheit eine Mumie!“

„Ananka!“ wankte die vermummte Gestalt auf Bianca zu, die sich suchend umschaute.

„Meint er etwa mich?“ fragte sie voll Entsetzen.

„So erfüllt sich nach Jahrtauensenden unsere Liebe – Ananka – kumm’, kumm’ mit mir ….!“

Schon streckte er seine bandagierten Arme nach der schönen Braut Jonathans aus, da warf sich der betroffene Bräutigam ihm entgegen.

„Das kommt gar nicht in Frage! Ich werde – !“

Doch die Mumie unterbrach ihn mit einem furchtbaren Schlag, der Harker gegen die Wand der Gruft taumeln ließ.

„Du wirst schweigen!“

Das waren die letzten Worte, die Jonathan vernahm, bevor eine schwarze Ohnmacht ihn umfing.

Als er wieder zu sich kam, lag er auf dem Boden des unterirdischen Grabes, und Van Helsing und Iwan knieten neben ihm.

„Wo bin ich? – Und – wo ist Bianca?“ stammelte Jonathan und versuchte sich aufzurichten.

„Fort – leider!“ antwortete der Professor mit einem knappen bedauernden Schulterzucken.

„Sogar Iwan war machtlos gegen Mumie, junger Herr! Sehen selbst!“

Der treue Russe zeigte auf eine gewaltige Beule an der Seite seines Kopfes, die schon eine blaurote Färbung angenommen hatte.

„Iwan hat sich die Blessur zugezogen, als er versuchte, den alten Ägypter aufzuhalten!“ bestätigte Van Helsing.

„Und Bianca?“ fragte Jonathan aufgeregt. „Was ist mit ihr?“

„Mumie sie hat gepackt wie kleines Pinkel auf die Schulter und – dawai!“

Stöhnend sank der niedergeschlagene Jüngling zurück auf den Boden.

„Meine arme Bianca!“ seufzte er und schloss seine Augen. Dann riss er sie wieder auf. „Wie hat dieses Monster sie genannt?“

„Ananka!“ ließ sich Professor van Helsing vernehmen. „Sagt Ihnen dieser Name etwas, Jonathan?“

Der junge Mann schüttelte den schmerzenden Kopf.

„Ich habe ihn noch nie gehört!“

„Wie genau kennen Sie eigentlich die Vergangenheit Ihrer Braut?“

Wütend aufbrausend sprang der junge Harker auf seine Füße, die im selben Augenblick wieder unter ihm nachzugeben drohten. Wenn der starke Iwan ihn nicht unter den Achseln gestützt hätte, wäre er wieder auf den feuchten Boden der Gruft gestürzt.

„Was wollen Sie damit andeuten, Professor van Helsing?!“ herrschte er sein alten Freund und Mentor an.

„Nicht aufregen, Her Jonathan! Bitte nicht aufregen!“ versuchte Iwan ihn zu beruhigen. „Alles schon schlimm genug!“

Mit einem Mal schoss es dem jungen Harker durch den Kopf, dass Iwans Geliebte hier unten zu Tode gekommen war.

„Und Daliah?“ fragte er mit trockener Kehle.

„Wir haben sie beigesetzt – in dem Sarkophag der Mumie hat sie ihre ewige Ruhe gefunden!“

Jonathan hatte sich wieder ein wenig beruhigt und schaute zu dem altägyptisch bemalten Gegenstand hinüber, der nun die Leiche der schönen Daliah barg.

„Mein lieber Jonathan,“ versuchte es van Helsing noch einmal, „Sie haben mich, glaube ich, falsch verstanden. Ich meinte nur, ob es eventuell irgendeine Ihnen bekannte Verbindung Biancas nach Ägypten gibt.“

Jonathan dachte nach.

„Jetzt wo Sie es sagen … Ich glaube mich zu erinnern, dass Bianca einmal von einem Onkel gesprochen hat … Onkel Tonio. Er war früher einmal in Ägypten – vor einigen Jahrzehnten!“

Gespannt hörte van Helsing seinem jungen Gefährten zu.

„Wenn ich mich recht entsinne, gehörte er zu einer Expedition, die damals die Grabkammer der Pharaos Im-Po-Thep entdeckte …!“

Aufgeregt sog der Professor an seiner Pfeife und stieß gewaltige Qualmwolken aus.

„Sehr interessant! Das könnte natürlich einiges erklären!“

Bevor er zu einer seiner üblichen wortgewaltigen Erklärungen ansetzen konnte, drang eine unheimliche Stimme durch das unterirdische Gewölbe, von der keiner der Drei auf Anhieb sagen konnte, woher sie kam.

„Die Rache des Pharao wird schrecklich sein und fürchterlich, wenn sich das Schicksal derer erfüllt, die seine ewige Ruhe gestört haben, und die Ruhe seiner Getreuen, die mit ihm ruhten über die Jahrhunderte und Jahrtausende …!“

Die Rauchwolken aus der Pfeife van Helsings versiegten, während die Stimme weiter sprach.

„Und ich warne auch Euch! Denn die Rache des Pharao wird Euch erreichen bis ins dritte und vierte Glied!“

Aus dem Schatten in einer Ecke der Gruft löste sich eine unheimliche Gestalt und schritt mit ausgebreiteten Armen auf die Drei zu.

Unter der Kapuze dieses Wesens glühten in einem dunklen Gesicht ein Paar feurige Augen, während sein ganzer Körper mit Teppichen behangen erschien.

„Denn die Wege des Pharao und seiner Getreuen sind wundersam!“

Van Helsing hatte sich wieder gefasst.

„Soso – und diese Wege haben Sie hierher geführt, was? Na, los, erzählen Sie!“ setzte er hinzu, als die Gestalt nicht weiter sprach.

„Mein Mund soll versiegelt sein für die Ungläubigen!“ ließ sich der Neuankömmling vernehmen und schwieg dann wieder.

Doch damit war Iwan nicht einverstanden.

„Los, red, du Kameltreiber! Wie kommst du in Gruft?!“

Mit diesen Worten griff er nach dem Teppichverhangenen und schüttelte ihn kräftig, so dass es staubte.

„Hee, vorsichtig! Nicht so rau! Mehmet ist nur ganz gewöhnlicher Teppichhändler!“

Misstrauisch musterte Van Helsing diesen Mehmet, um den der Staub aus seinen Teppichen langsam zu Boden rieselte.

„Und was macht ein ganz gewöhnlicher Teppichhändler morgens um halb sechs in diesen Katakomben unter dem Friedhof von Zborsk?“

Der staubige Mehmet zuckte mit den Schultern. Es staubte noch ein bisschen mehr.

„Na – ich weiß eigentlich auch nicht …!“

„Hier findet er keine Kundschaft für Teppiche – soll ich vielleicht machen Zombie-Probe mit ihm?“

Iwan zückte eines seiner verbliebenen Salzstangerln, das Mehmet misstrauisch musterte.

„Wissen Sie – es ist so: normalerweise ich schlafe unter der Brücke, aber wenn es kalt wird oder regnet, gehe ich manchmal hierher ins Trockene …!“

„Eine Teppichhändler – schläft unter der Brücke – !“

Iwan gluckste wieder einmal leise vor Lachen.

Als wäre es sein Stichwort gewesen, zückte Mehmet einen kleinen Teppich, den er über dem linken Arm getragen hatte. „Sie brauchen vielleicht eine Brücke? Echte Perser-Brücke, sehr günstig – nur 5000 Lewonzen, transsilvanische!“

Iwan knurrte drohend und winkte dem Teppichhändler mit seinem dicken Zeigefinder.

„Schon gut, schon gut, keine Brücke!“

Nachdenklich schaute der Professor auf den seltsamen Vorderasiaten.

„Soso – und von Ihrer Brücke sind Sie hierher gekommen?“

Mehmet nickte beflissen.

„Merkwürdig – der Eingang in die Gruft liegt da hinten!“ Van Helsing deutete über seine Schulter. „Sie sind aber von dort gekommen!“ Jetzt wies sein Finger in die entgegensetzte Richtung, in einen finsteren Winkel des Gewölbes, den sie bisher noch nicht betreten hatten.

„Wollen Sie uns weismachen, dass es dort noch einen Ausgang gibt, der direkt zur Zborska führt?“

„Nichts weismachen, Herr! Ist wahr! Soll Mehmet die Herrschaften führen? Kostet nicht viel. Sehr günstig – nur 500 Lewonzen – oder für Sie: 300!“

Bevor Mehmet weiter haspeln konnte, hatte ihn Iwan an seinem Kragen gepackt, der aus einem kleinen ziemlich speckigen Tischläufer bestand.

„Vorwärts! Dawai! Du führst uns ohne Lewonzen!“

„Ohne Lewonzen?“ echote der Teppichhändler.

„Da!“

„Da–da-das hat man nun davon!“ stotterte Mehmet und jammerte weiter: „Was muss ich auch auswandern aus dem schönen warmen Ägypten ins nebelverhangene Transsylvanien?! Keine Pyramiden – keine Kamele – keine Lewonzen – ein Scheissleben!“

Von Iwan getrieben bewegte sich der betrübte Mehmet da hin, woher er gekommen war, und tatsächlich fand sich in der hintersten und finstersten Ecke der Gruft eine schmale Tür aus uralten Bohlen.

Sie stand halb offen, und vorsichtig stiegen die Verbündeten über eine hohe Schwelle hinaus in einen gemauerten Gang, der sich in einem weiten Bogen in die Dunkelheit zog.

Van Helsing schüttelte den Kopf und murmelte: „Immer wieder diese feuchten unterirdischen Gänge! Meinem Rheuma tut das überhaupt nicht gut!“

Trotzdem und ohne zu zögern übernahm der Professor die Führung des kleinen Trupps, der sich langsam durch den Tunnel voran bewegte. Manchmal hatten sie den Eindruck, als stiege der Boden unter ihren Füssen an, ein andermal schien es, als senke er sich wieder.

„Wenn du gelogen hast, du Hund …!“ knurrte Iwan drohend, doch Mehmet beeilte sich zu versichern, dass dies genau der Gang sei, durch den er gekommen war.

Nach einer guten halben Stunde wurde es vor ihnen heller, und der Teppichhändler drängte sich an Van Helsing vorbei.

„Sehen Sie – da vorne: Sonnenlicht! Wie Mehmet gesagt hat!“ Durch eine Gittertür, die sich mit einem schrillen Quietschen öffnete, traten sie hinaus ins Licht einer eben aufgehenden Sonne. Unter ihnen glitzerte die Zborska im frischen Morgenlicht, und direkt neben dem Ausgang erhob sich der gewaltige Bogen einer Brücke.

„Ist Brücke von Mehmet!“ wies der Teppichhändler, der sie geführt hatte hinauf. „Das macht, bitteschön – !“

„Macht gar nix!“ bellte Iwan. „Macht überhaupt nix!“

„Aber – die Führung – ?!“

„Nix! War keine Führung! Wir wollten sowieso hierher!“

Mit einem dröhnenden Lachen hieb der Russe auf Mehmets Schulter, so dass dieser in einer Staubwolke zu Boden ging.

„Was ist? Machst du Morgengebet?“

Van Helsing war unterdessen hinunter ans Ufer der Zborska getreten und blickte hinaus auf den Strom, der ziemlich viel Wasser führte. Die ersten Schiffe hatten bereits losgemacht und suchten ihren Weg in der Fahrrinne des Flusses: hauptsächlich Schuten und Lastkähne, die mit allen möglichen Gütern beladen der Donau und ihren Handelsplätzen zustrebten.

„Ein reger Schiffsverkehr – zu dieser frühen Stunde, was?“ wandte sich der Professor an Jonathan, der mit geröteten Backen zu ihm gekommen war und mit der Hand die Augen gegen die noch sehr tief stehende Sonne beschattete.

Plötzlich zuckte er zusammen.

„Sehen Sie doch nur, Professor! Dort auf dem Kahn!“

Ein merkwürdig aussehendes Schiff, das ungewöhnlich tief im Wasser lag, steuerte eben quer zum Strom an ihnen vorbei. Auf dem Deck, das von einem Sonnendach beschattet war, lag eine weibliche Gestalt auf einem Art Lotterbett hingestreckt. Neben ihr ragte eine hohe Gestalt auf, die ihr anscheinend mit einem langen Palmwedel Kühlung zufächerte.

Nur wenn man ganz genau hinsah, konnte man erkennen, dass die Frau sich nicht etwa freiwillig dort an Bord räkelte, sondern gefesselt war.

Und eben vernahmen die Männer am Ufer ihre Stimme.

„Jonathan!“ rief sie. „Rette mich!“

Es war wirklich die schöne Bianca Torturata, die dort abtransportiert wurde, und die hohe Gestalt neben ihr war niemand anders als die Mumie Kharis Ma.

„Bianca!“ schrie Jonathan. “Warte! Ich komme!”

Mit diesen Worte stürzte sich Biancas Bräutigam, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, in die bräunlichen Fluten der Zborska, nur um augenblicklich unterzugehen.

(Aus dem Tagebuch der Bianca Torturata)

Wenn der Volksmund sagt, dass jemand aus dem Regen in die Traufe kommt, so kann ich von mir behaupten, dass ich diesmal aus der Traufe in einen leichten Sommerregen gekommen bin. Wirklich, im Vergleich zu den übelriechenden Zombies ist dieser Kharis Ma beinahe ein Lord! Wie er das macht unter den Mullbinden, in die er von Kopf bis Fuß gewickelt ist, weiß ich nicht, aber er müffelt kein bisschen! Das hätte ich bestimmt gerochen, denn er hat mich lange genug durch die Gegend geschleppt!

Dabei hat mir immer wieder versichert, wie sehr er mich seit Tausenden von Jahren liebt! Ich kann ihm einfach nicht beibringen, dass ich überhaupt noch nicht so alt bin. Er rollt dann nur mit seinen dunklen Augen, die aus den Schlitzen seiner Bandagen glühen, und ich weiß gar nicht, was das bedeuten soll.

Aus diesem unterirdischen Friedhofsgewölbe waren wir jedenfalls ganz schnell heraus – er kannte da irgendeinen Geheimgang, der fast genau so alt war wie die Mumie!

Dieser Gang endete in einem ganz gemütlichen Bootshaus direkt am Fluss, in das er mich einsperrte und verschwand. Es war viel hübscher als in dieser Friedhofsgruft. Draußen schien die Sonne, und ein paar Strahlen fielen durch die Ritzen sogar zu mir herein, als ich mich auf die Bretter legte und ziemlich schnell einschlief.

Ich wachte wieder auf, als von draußen eigenartige Geräusche zu mir herein drangen. Ich presste mein Auge gegen eine der Ritzen und sah, wie Kharis Ma – jetzt in eine Art Militärmantel gehüllt, der ihm gar nicht schlecht stand – dabei war, ein Segelschiff an dem Steg neben dem Bootshaus zu vertäuen.

Kurz darauf kam er zu mir herein. Und er hatte nicht nur an einen Mantel für sich selbst gedacht, sondern auch an frische Garderobe für mich. Ich musste ihn allerdings nachdrücklich auffordern hinaus zu gehen, damit ich mich umziehen konnte. Und ich glaube, ich habe dann doch eines seiner schwarzen Augen durch eine der Ritzen glühen sehen!

Aber sonst ist Kharis Ma ein echter Sir – wie er mich dann auf das Schiff geleitete!

Trotzdem will ich nicht mit dieser Mumie irgendwohin segeln! Ich weiß ich auch nicht, wie ich das Schiff verlassen kann, aber vielleicht kann ich ja jemanden am Ufer auf mich aufmerksam machen!

– – –

Van Helsing schüttelte den Kopf.

„Aber Jonathan! Was soll denn das?“

Der junge Harker hatte sich bei seinem Absprung mit dem Fuß in einem herumliegenden Tauende verfangen und sein Kopf war dabei gegen einen Brückenpfeiler geprallt.

„Der Junge geht ja unter!“

Und so lag es wieder einmal an dem treuen Iwan, als Retter in der Not aufzutreten. Mit einem gewandten Kopfsprung setzte der Russe seinem jungen Gefährten nach.

„Na, hoffentlich kann der jetzt schwimmen!“ unkte der Teppichhändler, doch van Helsing konnte ihn beruhigen.

„Keine Sorge – er kann! – Und du könntest mir – während Iwan unseren junge Kameraden rettet – vielleicht sagen, wohin dieses Schiff da draußen unterwegs ist, wenn es denn nicht auf dem Grunde der Zborska landet!“

Mehmet zuckte die Achseln.

„Keine Ahnung!“

Mit drohender Stimme bemerkte der Professor: „Denk daran, Mehmet: Iwan ist gleich wieder da!“

Tatsächlich hatte der treue Adlatus Van Helsings den Jüngling, der ziemlich bleich aussah, ans Ufer gezogen, während sich das Schiff mit Bianca an Bord immer weiter entfernte.

Ihre Hilfeschreie verhallten in der Ferne.

Mehmet erinnerte sich nun doch, dass die Route des Schiffes es ziemlich zwangsläufig in die transsylvanische Hauptstadt führen musste: „Nach Kronstadt, wann ich mir das recht überleg’, muss es fahren, das Schiff! Ja – nach Kronstadt!“

Jonathan hatte im Näherkommen die Worte Mehmets gehört, und trotz seines angeschlagenen Zustands und den gut drei Litern Zborskawasser in seinem Magen, stieß er entschlossen hervor: „Nach Kronstadt … wir müssen nach Kronstadt!“

Schon wollte er den Fluss entlang durch die Auenlandschaft nach Süden stapfen, doch van Helsing hielt den Jüngling zurück.

„Gewiss, Jonathan – nach Kronstadt soll es gehen – aber wir nehmen den Dampfer!“

Iwan stieß den Teppichhändler in die Seite.

„Außer vielleicht Mehmet hier hat fliegenden Teppich für uns?!“

In Iwans dröhnendes Lachen hinein sagte der Teppichhändler: „Aber natürlich ich habe …! Wenn Sie möchten einen Augenblick warten …Ich bin gleich zurück!“

Mit diesen Worten verschwand Mehmet unter dem Bogen der Zborska-Brücke, während Professor van Helsing seine beiden Gefährten zur Eile antrieb.

Und so hörten und sahen sie nicht, wie Mehmet unter dem Brückenbogen seine sehnige Hand zu einer Kralle bog und mit böse blitzenden Augen dem Trio nachknurrte: „Ihr nur lachen! Ihr schon sehen …! Ihr schon sehen!!!“

„Kommt – es ist eine halbe Stunde bis zum Schiffsanleger! Wenn wir das Linienschiff nach Kronstadt noch erreichen wollen, müssen wir uns sputen!“

Tatsächlich waren die Drei die Letzten, die eben noch über die Gangway an Bord rannten, bevor sie von zwei Gestalten, die eher Piraten als Matrosen glichen, eingezogen wurde.

Auf dem Oberdeck des Dampfers hatte sich ein bunter Querschnitt der transsylvanischen Bevölkerung versammelt: Viehhändler, die trotz der zu erwartenden Hitze des Tages in dicken Fellmänteln zwischen ihren Ziegen lagerten, schwarz gekleidete Popen mit fettigen Haaren, die mit leisem Klicken ihre Rosenkränze durch die Finger gleiten ließen, glutäugige Zigeuner, die dicke, schwarze und stinkende Zigarren rauchten, während ihre Töchter in weiten bunten Röcken zum Klange von Tamburinen und Kastagnetten in einem Kreise begeistert klatschender Balkanesen die Tarantella tanzten.

In einer Ecke hatte sich eine ungarische Großfamilie mitsamt einer mittleren Gänseherde niedergelassen, ihnen gegenüber breiteten zwei gläubige Muselmanen eben ihre Gebetsteppiche aus.

Seufzend beobachtete Jonathan Harker das bunte Geschehen – er konnte keine Freude daran finden, dachte er doch an nichts anderes als an seine Bianca Torturata.

„Kommen Sie mit, junger Herr!“ schob Iwan ihn wenig später in Richtung auf einen Niedergang, der ins Innere des Schiffes führte. „Habe ich Kabine requiriert!“

Wie es dem treuen Russen gelungen war, den Kapitän des Dampfers aus seiner Kajüte zu vertreiben, erfuhren van Helsing und sein junger Freund nie, doch das verbissene Gesicht und die wütenden Blicke des Schnurrbärtigen ließen nichts Gutes vermuten!

– – –

(Aus dem Tagebuch der Bianca Torturata)

Eine Schiffsfahrt ist eigentlich etwas Schönes. Ich habe bisher noch nicht oft Gelegenheit dazu gehabt, und diese Fahrt von Zborsk nach Kronstadt war ein wenig getrübt durch die Anwesenheit meines glutäugigen Reisebegleiters.

Kharis Ma, die Mumie in ihren weißen Bandagen, war nicht unhöflich zu mir, versuchte auch nicht, sich mir unsittlich zu nähern – das wäre auch schon wegen seines eingewickelten Körpers schwierig gewesen – er saß vielmehr ziemlich unbeweglich am Steuerruder des Segelschiffs, auf dem wir die Zborska hinab fuhren, und starrte mich unverwandt an.

Beim Einschlafen sah ich seine glühenden Augen, und beim Aufwachen war er immer noch da und beobachtete mich. Als ich ihn fragte, warum er mich denn immer so anstarre, antwortete er mit seiner hohlen Stimme: „Weil ich dich nie mehr verlieren will, Ananka! In tausend Jahren nicht mehr!“

Das war schon ein bisschen gruselig, denn wer kann sich schon vorstellen, tausend Jahre alt zu werden. Wahrscheinlich müsste ich dann genau so eingewickelt herumlaufen wie Kharis Ma!

Trotzdem nahm unsere Reise irgendwann ein Ende. Am Horizont tauchten die Türme einer Stadt auf, und Kharis Ma wurde unruhig. Wir näherten uns Kronstadt, wie er mir mit dramatischem Timbre in der Stimme mitteilte. Ich wusste nicht, was das jetzt zu bedeuten hatte. Eigentlich stammte die Mumie doch aus Ägypten!

Vorsichtig fragte ich, was wir denn in Kronstadt wollten.

„Dort befindet sich das Pergament, das auch Dir ewiges Leben schenken wird – an meiner Seite!“ verkündete er mit einem merkwürdigen Pathos, so merkwürdig, dass es mir ein wenig kalt den Rücken herunter lief – obwohl an diesem Nachmittag die Sonne noch hoch am Himmel stand.

– – –

(Aus dem Tagebuch Jonathan Harkers)

„Kronstadt! Kronstadt! Alles aussteigen! Der Dampfer endet hier!“

Lautes Pochen erschütterte die Kabinentür, ich schoss aus tiefem Schlaf auf und schlug sich meinen Kopf an dem Etagenbett heftig an. Als ich wieder sehen konnte, baumelten vor meinen Augen die dünnen, behaarten Beine Professor Van Helsings, der in dem Bett über mir geschlafen hatte.

Iwan riss die Tür auf und streckte den Steward, der geklopft hatte, mit einer Faustwatsche zu Boden.

„So laut, diese Transsylvanier!“ knurrte er, während er sich unser Gepäck auf seine breiten, kräftigen Schultern lud.

Das Deck hatte sich schon fast völlig geleert, als wir nach oben kamen. Nur die ungarische Familie jagten noch zwei Gänse, die ihnen entkommen waren.

Der Dampfer hatte am Kai von Kronstadt festgemacht, einer mächtigen Anlage, die jetzt eher verwaist da lag. Einige halb verfallenen Schuppen grüßten zu uns herüber, und auch die Fischhalle hatte wohl schon bessere Zeiten gesehen. An die Mole grenzte direkt ein rechteckiger Platz, der landeinwärts von einer Stadtmauer begrenzt wurde, hinter der man einige Kirchtürme und das Minarett einer Moschee entdecken konnte. Alle anderen Häuser waren anscheinend so niedrig, dass sie die Mauer nicht überragten.

Auf dem Platz selbst fand wohl normalerweise der Markt statt, denn einige Bauern hatten windschiefe Buden und Stände aufgebaut, um ihre landwirtschaftlichen Güter feilzubieten: Knoblauch und Zwiebeln, Kartoffeln und Hirse, ein paar magere Hühner und dunkel geräucherte Speckseiten.

Als wir den Markt überquerten, merkte ich, dass ich seit geraumer Zeit nichts mehr gegessen hatte. Die Marktfrauen drehten sich nach mir um – so laut knurrte mein Magen.

„Das ist also Kronstadt!“ sagte laut zu Van Helsing, um die Geräusche aus meinem Abdomen zu übertönen.

„Die Hauptstadt von Transsylvanien, ja!“ stimmt Professor van Helsing zu, der im Vorübergehen interessiert die Folklore der Metropole aufnahm.

„Und wie wollen wir vorgehen?“ fragte ich höflich, ohne meinen Hunger zu erwähnen.

„Nun, wir gehen erst einmal vor – über diesen Platz dort hinüber – und dann in die erste Gasse links!“

„Und was ist da?“

„Dort ist – die SPHINX!“

Verdutzt blieb ich stehen – direkt neben einem Markstand, an dem rote und grüne Pfefferoni in einer bunten Kette dekoriert waren. Auf einer flach gelegten alten Tür standen ein paar Krüge mit sauren Gurken, und daneben lagen fette Würste, die ich normalerweise nicht gegessen hätte. Jetzt erschienen sie mir überaus appetitlich.

Iwan ließ sein gutturales Lachen hören.

„Erste Straße links – da ist die Sphinx – das ist gut! Das ist gut!“

Anscheinend plagte auch ihn der Hunger, denn er griff sich eine der Würste und begann sie zu kauen. Das magere Marktweib protestierte lautstark und rief uns unverständliche Schimpfworte nach

„Die Sphinx – hier in Kronstadt?“

Ich war sicher, dass diese Figur im fernen Ägypten zu finden war.

„Ja,“ lachte van Helsing. „Die SPHINX – die einzige esoterische Buchhandlung von Kronstadt! Sie gehört einem alten Freund von mir: Mohammed Daraschekoh!“

Der Duft der Knoblauchwurst, an der Iwan kaute, zog eindringlich in meine Nase, während wir hinter dem Professor her trotteten.

Der Buchhändler, ein ewig langer und dünner Jude in einem schwarzen etwas abgetragenen, ehemals eleganten Kaftan, wirkte erstaunt, als er von einer Ausgabe der „Kabbala“ aufschaute und seinen ersten Kunden an diesem Morgen sah.

„Bitteschön, wenn Sie möchten näher treten – aber, wie ist es möglich?! Das ist doch – van Helsing ? Sie hier?“

„Ich bin es, Mohammed!“

Die beiden älteren Herren umarmten sich und bestätigten sich immer wieder, dass es doch kaum möglich sei, dass sie einander ausgerechnet hier und heute wiedersähen!“

„Wie lang haben wir uns nicht gesehen – zehn Jahre? Und wer sind die Herren in Deiner Begleitung?“

Van Helsing stellte Iwan als seinen treuen Diener vor („Wie ist es möglich? Du bist im DINER Club?“) und mich als jungen „Freund“ („Harker? Den Namen hab’ ich schon gehört! Kann sein von einem guten Kunden, einem gewissen Grafen Drakula!“). Dazu sagte ich nichts.

Dann führte Mohammed Daraschekoh uns in das kleine Hinterzimmer hinter seinem Laden, wo eine nicht minder kleine Kaffeemaschine schon vor sich hin blubberte.

„Kaffee mögt’s ihr doch bestimmt?! Und vielleicht einen kleinen Schnaps?“

„Wir haben noch nichts gegessen,“ warf ich ein, denn mein Magen meldete sich schon wieder recht geräuschvoll.

„No, hab’ ich noch ein paar Pofesen da, von gestern!“

Schnell breitete der Buchhändler das Gebäck auf einem antiken Tellerchen aus, wo es aber nur wenige Sekunden liegen blieb, dann hatte ich es mir einverleibt.

„Das ist sehr nett von dir, Mohammed, aber eigentlich habe ich vor allem eine Frage: was sagt dir der Name Ananka?“

„Na, was soll er mir sagen?! Hab’ ich doch gerade gelesen eine altägyptische Legende – !“

„Was für eine Legende?“ fragte ich aufgeregt mit vollem Mund.

„Eine altägyptische, wie ich schon sagte, junger Freund! Aus dem altägyptischen Totenbuch! Da gibt es nämlich eine Geschichte von der schönen altägyptischen Prinzessin Ananka und einem Hohepriester, einem gewissen Kharis Ma! Spielt alles am Hofe des Pharao Im-Po-Thep – du kennst ihn wahrscheinlich?“

„Erzähl, Mohammed,“ drängte Van Helsing, ohne auf die Frage des Buchhändlers einzugehen.

„Ja, also – was soll ich sagen: er hat sie geliebt, der Kharis Ma – jene schöne Ananka, aber: er hat sie nicht lieben dürfen! Wie es halt so war damals – bei den Hohenpriestern!“

„Moment,“ unterbrach ich die Erzählung Mohammeds, „der Pharao Im-Po-Thep, der hat doch vor über 4000 Jahren gelebt!“

„Na, warum soll das nicht möglich gewesen sein, dass er sie geliebt hat vor 4000 Jahren, der Hohepriester Kharis Ma die Prinzessin Ananka?! Obwohl der Pharao es hatte verboten, und als sie ihm drauf gekommen sind, die anderen Ägypter dem Kharis Ma, was glaubt ihr, was sie mit ihm gemacht haben?“

Gespannt lauschten wir der Erzählung des Buchhändlers, während Iwan heimlich die letzten Pofesen-Krümel vom Teller klaubte.

„Sie haben ihn lebendig begraben – in einem Sarkophag!“

„Die lebende Mumie!“

Der Professor konnte sich diesen Ausruf nicht verkneifen.

„Sie könnte man’s nennen! Er war jedenfalls noch lebendig, als sie ihn einbalsamiert haben! Und es heißt: im Sarkophag soll ein Stückel Papyrus liegen, ein ägyptischer Papyrus, und da drauf soll stehen eine gewisse geheime Formel – eine Formel …“

„Mit der man den Kharis Ma dereinst wieder zum Leben erwecken kann!“ platze Van Helsing mit der Pointe der Geschichte heraus.

Mohammed Daraschekoh sah ihn verblüfft an.

„Du kennst die Geschichte?“

„Nein,“ schüttelte der Professor den Kopf, „aber ich glaube, wir kennen Kharis Ma – die lebende Mumie!“

Als wäre es ein Stichwort gewesen, klirrte und krachte im selben Augenblick die Verbindungstür zu dem esoterischen Buchladen Mohammed Daraschekohs, und im Rahmen stand eine unheimliche, in Bandagen gewickelte Gestalt.

„Ich bin die alte Mumie, Mohammed Daraschekoh, und dich zu töten, kumm’ i eh!“

Der jüdische Freund Alexander van Helsings blieb wie erstarrt stehen, während die altägyptische Gruselgestalt mit staksenden Schritten auf uns zu torkelte.

Nur ein gewürgtes „Das ist doch nicht – möglich!“ entrang sich den Lippen des Buchhändlers, dann schlossen sich die klauenartigen uralten Hände um seinen Hals.

„Oh doch!“ hallte die hohle Stimme durch den Raum. „Und du wirst nun nie mehr altägyptische Legenden erzählen, Mohammed Daraschekoh!“

Mit einem letzten Röcheln brach Daraschekoh nieder, ohne dass einer von uns ihm hätte zu Hilfe kommen können.

„Mein Gott!“ konnte ich nur stammeln. „Die Mumie – sie hat ihn ermordet!“

Mit eisiger Ruhe drehte sich die Gestalt zu mir um.

„So ist es – und so wird es jedem ergehen …!“

Endlich hatte sich Van Helsing gefasst und riss einen schweren Revolver aus der Tasche seines Havelocks.

„Verfluchte Mumie!“ knurrte der Professor und gab drei Schüsse auf das unheimlich Wesen ab.

Doch die Kugeln zeigten keine Wirkung, im Gegenteil: ein höhnisches Gelächter erklang aus dem zahnlosen Mund der bandagierten Gestalt.

„Hahaha – ich bin die alte Mumie … und gegen Kugeln bin immun i eh!“

Mit zwei schweren Schritten erreichte die Gestalt das Fenster, das in den Hinterhof hinausführte, und ohne anzuhalten, bretterte er mit voller Wucht durch Glasscheibe und Fensterkreuz.

Sekunden später war das uralte Wesen aus dem Nilland verschwunden.

„Weg ist Mumie!“ bemerkte Iwan vollkommen zurecht fügte hinzu: „Kugeln von Professor haben nichts genutzt!“

Nachdenklich betrachtete Van Helsing die Waffe in seiner Hand.

„Es sieht ganz so aus! Mit unseren neuzeitlichen Waffen ist dieses Wesen wohl nicht zu besiegen. Wie sagt doch die Legende? Wenn wir die Mumie unschädlich machen wollen, müssen wir den Papyrus vernichten, der sie – oder vielmehr ihn – ins Leben zurück geholt hat!“

Iwan kratzte sich am Kopf.

„Müssen nach Ägypten?“

„Wohl kaum!“ verneinte der Professor. „Wir müssen den Papyrus finden, aber ich vermute, dass der sich hier in Kronstadt befindet! Warum wäre die Mumie sonst auf seinem Schiff hierher gekommen – zusammen mit Ihrer Braut Bianca, Jonathan!“

Alexander van Helsing schob uns aus der esoterischen Buchhandlung hinaus, deren Besitzer jetzt tot im Hinterzimmer lag. Er hätte uns jetzt vielleicht Auskunft über ein Leben nach dem Tode geben können.

(Aus dem Tagebuch der Bianca Torturata)

Es gibt Dinge, über die habe ich noch nie nachgedacht – dazu gehört die Frage der Wiedergeburt. Kann es sein, dass wir – unsere Seele – nach dem Tode in einem anderen Körper wieder geboren wird?

Kharis Ma z.B, ist fest davon überzeugt. Nicht nur dass er davon überzeugt, dass er selbst 4000 Jahre alt ist, nein, er glaubt auch noch dass ich seine wiedergeborene Geliebte Ananka von damals bin! Immer wieder erzählt er mir von damals, als er mit ihr – mit mir – am Nil entlang schlenderte. Und davon, dass er damals schon beschlossen hatte, sich mit mir zusammen in einer von diesen Pyramiden einmauern zu lassen! So sollte unsere Liebe ewig dauern.

Eigentlich klingt das alles sehr romantisch, wenn ich ihm zuhöre – aber wenn ich dann wieder in sein Mullbinden-Gesicht schaue, vergeht mir die ganze Romantik wieder.

Aber wenn ich zwischendurch einschlafe – so spannend sind seine Geschichten nun auch wieder nicht – dann träume ich von Ägypten! Wirklich, mir kommt dann vor, als wandle ich unter den Palmen, von denen er mir erzählt. Merkwürdig – vielleicht ist ja doch etwas dran an seinen Geschichten von der Wiedergeburt.

Er hat jedenfalls beschlossen, mir das „ewige Leben“ zu schenken – damit wir dann immer beisammen sein können! Dafür braucht er bloß noch irgendein Papyrus mit einer geheimen Formel – und das soll es ausgerechnet hier in Kronstadt geben! Na, ich weiß nicht! Jedenfalls schleppt er mich von einem Versteck zum andern – bloß den Papyrus haben wir noch nicht gefunden! Bloß Staub und Spinnweben! Nicht für eine junge Frau in ihren besten Jahren – oder Jahrtausenden!

– – –

„Aber müssen wir nicht die Polizei verständigen?!“ zögerte der junge Harker, als sie aus der esoterischen Buchhandlung traten, und schaute sich auf der Straße nach einem Ordnungshüter um. Ein Polizist war nirgends zu sehne, aber Jonathan entdeckte in einem Torbogen auf der anderen Straßenseite eine bekannte Gestalt.

„Da drüben – das ist doch Mehmet!“

Der windige Teppichhändler verschwand schnell in einer dunklen Seitengasse, doch auch Van Helsing hatte ihn gesehen.

„Tatsächlich – Mehmet, der Teppichhändler, den wir in Zborsk zurückgelassen haben! Das ist aber ein eigenartiger Zufall – kommt, wir heften uns an seine Fersen!“

Schnell eilten die Drei über die wenig befahrene Straße und sahen gerade noch, wie Mehmet weiter hinter in der Seitengasse durch einen schmalen Durchgang schlüpfte.

Doch so leicht war es nicht, dem erfahrenen Vampirjäger Van Helsing zu entkommen, wenn er einmal Witterung aufgenommen hatte.

Zweimal meinte Jonathan schon, sie hätten die Spur Mehmets verloren, doch mit traumwandlerischer Sicherheit fand der Professor die Spur des Teppichhändlers jedes Mal wieder – bis sie die Verfolger zu einem Schuppen in einem düsteren Hinterhof führte, in dem Mehmet verschwand und nicht wieder zum Vorschein kam.

Eine gute Viertelstunde beobachteten die Drei das Gebäude, das beinahe schon baufällig wirkte. Nichts rührte sich. Niemand kam, niemand ging.

Plötzlich erklang ein entsetzlicher Schrei durch den Hof – er war aus dem Schuppen gekommen!

„Schnell! Kommt!“

Van Helsing hatte wieder seinen Revolver gezückt und eilte über den Hof auf die Schuppentür zu. Dann winkte er den treuen Iwan, der sich mit seinen mächtigen Schultern gegen das Tor warf.

Splitternd flogen die Türflügel zur Seite.

Vorsichtig traten die Gefährten ein.

„Mit scheint: ist nur Mehmets Teppichlager!“ flüsterte Iwan, und van Helsing gab ihm Recht.

„Es sieht ganz so aus! Von Mehmet selbst ist allerdings weit und breit nichts zu sehen. Seltsam …!“

Links und rechts lagen in hohen Stapeln orientalische Teppiche, leicht angestaubt, aber mit durchaus edlen Mustern.

Anerkennend betrachtete Iwan die Auslegeware.

„Sind schöne Teppiche, Professor! Ich kennen ganz gut – hier: echte Afghanen … und da Perser …!“

Hinter den Stapeln standen auch einige Teppiche zusammengerollt an die Wand des Schuppens gelehnt.

Interessiert untersuchte Iwan die Rollen, als diese mit einem Mal zu wanken begannen. Wie in einem Dominospiel fielen sie langsam – eine nach der anderen – um.

„Vorsicht, Iwan!“ warnte Van Helsing und zog seinen treuen Diener zur Seite, dem eine der Teppichrollen fast auf die Füße gefallen wäre.

In diesem Fall rollte sie ein Stück weit auf und gab den Blick auf einen unerwarteten Inhalt frei.

„Das ist doch – Mehmet!“ rief Jonathan.

Van Helsing nickte.

„Die Rache des Pharao hat auch ihn erreicht!“

Der Teppichhändler offensichtlich tot – erwürgt von den uralten Krallen der Mumie Kharis Ma!

„Sie meinen: die Mumie hat auch Mehmet auf dem Gewissen?“ erkundigte sich der junge Harker, und wieder nickte der Professor.

„Ja. Ich glaube: er wusste zu viel – aber er wusste nicht alles!“

„Der Papyrus!?“

„So ist es! Kharis Ma ist wie wild dahinter her! Wir müssen ihn unbedingt vor ihm finden. Aber hier werden wir wohl vergeblich suchen!“

Van Helsing schaute sich um, doch er entdeckte nirgends einen Sarkophag zwischen den Bodenbelägen, die stapelweise herumlagen.

Nachdenklich ging der Professor zwischen den Teppichen umher, dann blieb er mit einem Mal vor einem kleinen aufgerollten Läufer stehen.

„Das ist ja sehr interessant,“ murmelte er. Jonathan war nicht klar, was van Helsings Aufmerksamkeit erregt hatte.

„Schauen Sie nur, diesen Anhänger! Der Teppich soll geliefert werden an die „Ägyptische Sammlung“ des Museums von Kronstadt, zu Händen Doktor Lorin!“

„Ägyptische Sammlung? Ach, und Sie glauben, dass wir dort den Sarkophag und den Papyrus finden, den Kharis Ma sucht?“

Van Helsing zuckte die Achseln.

„Wir werden sehen. Auf jeden Fall übernehmen wir diese Teppichlieferung! Auf zu Herrn Doktor Lorin!“

Der Name Alexander van Helsing öffnete ihnen die Türen des Museums. Eine bildhübsche, rassige Sekretärin mit gelackten schwarzen Haaren führte sie durch die Gänge, und Jonathans Erinnerungen an Bianca wurden vom Wippen ihre Hinterteils in einem überaus engen und kurzen Rock kurzfristig überlagert.

„Doktor Lorin lässt bitten, mein Herren!“

Sie hatte eine hohe Flügeltür aufgestoßen, hinter der sich ein großes im Makart-Stil eingerichtetes Büro befand: schwere Portieren hingen überall, dazwischen gewaltige Ölschinken mit mythologischen Szenen – die vorzugsweise den „Raub der Sabinerinnen“ wiedergaben. Anscheinend ein Thema, das dem Hausherrn sehr am Herzen lag.

An einem mehrere Quadratmeter messenden Schreibtisch saß dieser, ein kleiner älterer Herr mit dünnen Haupthaar und weit hervorquellenden Froschaugen, und sprang sofort auf, als er van Helsing erblickte.

„Meine Herren, ich muss mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken, dass Sie so freundlich waren!“

Iwan ließ den Teppich, den er bisher geschultert hatte, auf den Boden plumpsen, der bereits mit einer zwei- bis dreifachen Schicht von Orientteppichen belegt war.

„Der gute Mehmet konnte selbst nicht kommen, sagte mir meine Mitarbeiterin?!“

Diese war noch in der Tür stehen geblieben und schloss sie nun auf einen Wink Dr. Lorins vornehm und leise von außen.

„Er ist – äh – verhindert, ja!“ bestätigte Professor van Helsing und fügte hinzu: „Sagen Sie, Doktor Lorin – da wir nun einmal hier sind, dürften wir uns wohl Ihre Sammlung ansehen?“

Iwan und Jonathan standen versunken in den Anblick der überaus saftigen Schinken, und auch der Besitzer der prallen Gemälde ließ seinen Blick wohlwollend auf seiner Sammlung ruhen.

„Sie meinen – ?“ fragte er, doch der Vampirjäger unterbrach ihn: „Ihrer ägyptologischen Sammlung, Doktor Lorin!“

„Ach so, ja – selbstverständlich, mein lieber Kollege, selbstverständlich! Es ist mir eine Freude und Ehre, wenn ein so berühmter Mann wie Sie – wenn ich einen so berühmten Mann wie Sie selbst führen darf!“

Viel lieber hätte van Helsing die Sammlung Doktor Lorins ohne dessen Begleitung besucht, doch daran war nun nicht mehr zu denken, denn schon rief der Ägyptologe seiner Sekretärin über die Sprechverbindung ins Vorzimmer zu:

„Erszebeth! Ich gehe mit den Herren nach unten! In die Sammlung!“

Ihre samtene Stimme antwortete sogleich: „Ja, Herr Doktor, ich weiß Bescheid!“

Lorin hatte unterdessen einige der drapierten Samtvorhänge zur Seite geschoben. Dahinter zeigte sich eine weitere hohe Doppeltür.

„Darf ich Sie hier entlang bitten, meine Herren! – Mein privater Zugang zu der Sammlung!“

Der Museumsdirektor öffnete die Tür und entzündete die Gasbeleuchtung dahinter, die eine breite nach unten führende Marmortreppe in warmes gelbes Licht tauchte.

„Hier haben wir noch kein elektrisches Licht, Herr Professor! Aber es sind nur einige wenige Stufen nach unten, in den alten Trakt der Universität. Das „Alte Reich“ befindet sich im alten Trakt – irgendwie passend, finden Sie nicht?“

Vorsichtig stiegen die drei Besucher hinter ihrem Gastgeber hinab und gelangten in einen Kreuzgang, in dem an Stelle gotischer Heiligenfiguren ägyptische und babylonische Statuen aufgereiht waren, die von oben mit blicklosen Augen auf die Besucher herab schauten.

Mit einem gewaltigen Redestrom ließ sich Doktor Lorin über seine antiken Kunstschätze aus, und Jonathan schwirrte in kürzester Zeit der Kopf von den exotischen Namen und Zeitaltern. Iwan gab sich auch den Anschein als höre er zu, während er sich in Wahrheit darauf konzentrierte, in seiner Erinnerung zu kramen, wo man hier in Kronstadt ein ordentliches Nachtmahl zu sich nehmen könnte.

„Und wenn Sie mir jetzt hier hinüber folgen würden, meine Herren,“ dirigierte Doktor Lorin seine Besucher in einen weiteren Seitenflügel seiner Sammlung. „Hier habe ich einige wunderbare Horus-Statuen, die Sie unbedingt noch sehen müssen!“

Jonathan schob Iwan hinter dem Archäologen her und hielt van Helsing am Ärmel fest.

„Haben Sie gemerkt, Professor? Er führt uns stets im Kreise um diesen Sarkophag da vorne!“

Tatsächlich stand in einer Ecke des Kreuzgangs ein gewaltiges ägyptisches Grabmal, das Doktor Lorin bisher mit keinem Wort erwähnt hatte.

„Sicher, Jonathan, ich habe es natürlich auch bemerkt!“ gab van Helsing zurück. „Aber wir können nichts tun, ohne seinen Verdacht zu erregen!“

Schon kam der kleine glubschäugige Ägyptologe auf sie zugeschossen.

„Ich habe den Eindruck, dass ich Sie vielleicht langweile, Professor van Helsing ?!“

Der wehrte sofort mit großer Geste ab.

„Keineswegs, Doktor Lorin! Überhaupt nicht, wir sind nur – äh!“

Eine genauere Antwort blieb dem Vampirjäger erspart, denn in diesem Augenblick klapperten die Absätze von Fräulein Erszebeth über die Steinplatten des Kreuzgangs heran.

„Herr Doktor – bitte zum Telefon! Es ist – die Polizei!!“

Schien es nur so – oder zuckte Doktor Lorin bei diesem Wort zusammen?

„Die Polizei?“ echote er. „Aber wie ist das möglich?“

„Wer weiß das schon, lieber Kollege?! Die Staatsmacht und ihre Einfälle werden uns wohl immer wieder vor neue Rätsel stellen!“

Der Museumsdirektor wirkte unschlüssig, ob er sich von seinen Besuchern trennen sollte.

„Aber gehen Sie nur, Doktor Lorin! Wir werden hier unten auf Sie warten!“

„Aber – ich – äh !“ stotterte Lorin.

Seine Sekretärin klapperte höchst aufgeregt mit ihren langen Wimpern.

„Es ist dringend, Herr Doktor! Es geht um Mehmet!“

Das gab den Ausschlag. Kaum hatte Erszebeth den Namen genannt, stürmte Lorin davon, verharrte noch einmal im Laufe seiner kurzen Beine und rief: „Ich bin sofort wieder bei Ihnen! Es ist sicher ein Missverständnis!“

Wieder rannte er drei Schritte und blieb noch einmal stehen.

„Bitte nichts berühren, meine Herren! Sie wissen ja, ich – äh – bis gleich!“

Damit entschwand er die Treppe hinauf in Richtung auf sein Büro.

Erszebeth war stehen geblieben und hatte anscheinend den Auftrag, die Besucher im Auge zu behalten.

Ein gezieltes Augenzwinkern des Professors nahm Iwan sofort auf. Schon stand er neben der rassigen Schönheit und beugte sich über ihre wogende Oberweite.

„Nichts berühren, hat er gesagt, der Herr Doktor ?!“ raunte er Erszebeth in die schönen kleinen Ohren. „Gilt das für alles hier?“

Doktor Lorins Sekretärin war natürlich – wie die meisten Frauen – dem gutmütigen Charme und der überaus kräftigen Figur des Russen verfallen und ließ ein tiefes Gurren wie das einer brünstigen Turteltaube hören.

„Gut macht er das, der Iwan!“ wisperte van Helsing seinen jungen Gefährten zu. „Kommen Sie, Jonathan! Schnell – zu dem Sarkophag!“

Mit leisen Schritten eilten die Beiden den Kreuzgang entlang hinüber zu dem steinernen Monument.

„Sehen Sie nur hier, Jonathan: Schleifspuren! Diese Platte ist vor nicht allzu langer Zeit bewegt worden!“

Schon lehnte sich van Helsing mit der Schulter gegen die Abdeckplatte. Doch sie bewegte sich keinen Millimeter.

Erst als auch Jonathan Harker mit seiner jugendlichen Kraft zupackte, gelang es ihnen den Deckel um einen Viertelmeter zu verschieben.

Van Helsing schaute hinein.

„Ist die Mumie drin?“ fragte sein junger Gehilfe aufgeregt.

„Die Mumie nicht!“ verneinte der Professor. „Aber das hier!“

Triumphierend zog van Helsing die Hand wieder aus dem Sarkophag und zeigte seinen Fund, ein Stück von einem augenscheinlich uralten Papyrus!

Jonathan starrte auf den fetzen Pergament – sollte er ihm den Weg zu seiner angebeteten Bianca weisen?

„Können Sie den Papyrus entziffern?“

Van Helsings Augen flogen über das uralte Pergament.

„Das ist nicht ganz einfach, Jonathan! Hm … hier steht Kharis Ma … hier: Im-Po-Thep, der Pharao … Kharis Ma grüßt die Nachgeborenen – !“

„Nur um sie zu vernichten!“ dröhnte in diesem Augenblick eine tiefe Stimme durch den Raum, die ihnen nur zu bekannt war – es war:

„Die Mumie!“

Iwan hob seinen Kopf aus dem Dekolleté der drallen Erszebeth.

„Verflucht – woher kommt Monster jetzt ?!“

„Aus der Tiefe der Zeit komme ich,“ verkündete die Stimme der Mumie, „und mit mir kommt der Tod – für Euch!“

Die unheimliche Gestalt fixierte als erstes den jungen Harker, und schneller als irgend jemand gedacht hatte, war die Mumie bei ihm und packte ihn mit eisernem Griff an der Gurgel.

Natürlich wollte Iwan ihm sofort zu Hilfe kommen, doch seine neue Bekannte klammerte sich mit solcher Inbrunst an ihn, dass er sich nicht bewegen konnte.

So schrie er nur: „Professor! Ihr Revolver! Schießen Sie! Feuer!“

„Aber, Iwan! Wir wissen doch, dass Kugeln nichts nützen! Doch halt!“

Van Helsing hielt inne.

„Was sagst du da eben, Iwan? Feuer? Ja, Feuer!! Das wäre eine Möglichkeit …!“

„Professor,“ gurgelte Jonathan mit letzter Kraft nach Atem ringend, „tun Sie was! Irgendwas!“

Das Ungeheuer hob den Jüngling am Hals empor wie eine Gans, die zu schlachten und zu füllen war.

„Du, Jüngling, sollst der erste sein, der eingeht in das Totenreich!“

Dem in der Luft Gebeutelten wurde schwarz vor Augen. Er würgte noch hervor: „Bi – an – an – ca … wo bist du? Wo …?“

Ein seltsames Leuchten ging über das durch die Jahrtausende verrunzelte Gesicht der Mumie.

„An-an-ka … meine Geliebte! Sie ist in Sicherheit – sie wartet auf Kharis Ma – in alle Ewigkeit!“

„Iwan!“ rief Van Helsing zu seinem treuen Diener hinüber. „Hast du Feuer?“

Der Russe, an dessen breite Brust sich noch immer die üppige Erszebeths presste, war irritiert.

„Da! Aber, Professor! Warum jetzt rauchen?“

Es gelang ihm tatsächlich, sich so weit aus Erszenebeths Armen zu lösen, dass er ein Streichholz entzünden konnte.

„Ich will doch nicht rauchen!“ erklärte Van Helsing, der sich an der Mumie vorüber zu seinem Diener schlängelte. „Ich will diesen verfluchten Papyrus verbrennen!“

Mit diesen Worten hielt er das uralte Dokument in die Zündholzflamme.

„Ha! Nein! Das darf nicht sein!“ schrie Kharis Ma – doch vergebens, denn das staubtrockene Papyrus fing sofort Feuer.

„Luft!“ gurgelte Jonathan, den die Mumie fahren gelassen hatte, um auf Van Helsing zu zu stapfen.

In diesem Augenblick trippelte der froschäugige Dr. Lorin die Treppe in seine unterirdische Schatzkammer wieder herunter.

„Was ist denn hier los?“

Mit einer strengen Handbewegung schickte der Museumsdirektor seine Sekretärin nach oben zurück. Erszebeth löste sich mit sichtlichem Bedauern von dem starken Iwan und lief die Treppe hinauf.

Erst jetzt entdeckte Lorin die hohe Gestalt der Mumie, die bisher hinter den drei Abenteurern verborgen gewesen war.

„Kharis Ma?“ hauchte er.

Der Uraltägypter schien sich vor Schmerzen zu winden.

„Du – das ist dein Werk!“ versuchte er auf den kleinwüchsigen Lorin zuzuwanken, der erschreckt aufkreischte: „Kharis Ma … nein! Nicht!“

Van Helsing kniff die Augen zusammen. Ihm war klar geworden, was hier vorgegangen war. Der Papyrus in seiner Hand war bis auf ein kleines Fetzchen verbrannt.

„Doktor Lorin! Sie haben die Mumie zum Leben erweckt?!“

Das unheimliche Wesen stimmt murmelnd zu: „Er war es, der mir das Leben zurück gab – aber was bedeutet es mir – ohne Ananka … Ananka, wo bist du?“

Wild ruderten seine Arme durch die Luft, immer langsamer und mühevoller wurden seine Bewegungen. In einem letzten Aufbäumen wankte die Mumie zu Doktor Lorin hinüber.

„Ich sterbe – endlich! Aber ich gehe nicht allein!“

Nur mit Mühe konnte Kharis Ma seine Arme heben. Er versuchte, seine krallenartigen Hände um den Hals des Museumsdirektors zu legen. Doch seine Bewegungen wurden immer fahriger und unkontrollierter.

Von dem Papyrus in van Helsings Hand war nur jetzt nur noch ein winziger Rest übrig, an dem die Flamme leckte.

„Wo hast du Ananka? – Sie … gehört … doch … mir!“

Kharis Ma griff mit einer unkontrollierten Handbewegung nach dem Gesicht Doktor Lorins.

Dabei geschah etwas Seltsames, Unheimliches, Grausiges – das Gesicht des Operndirektors schien zur Seite zu rutschen.

„Hee, halt – meine Maske!“ kreischte der merkwürdige kleingewachsene Mann.

Voll Entsetzen beobachtete Jonathan, wie hinter dem vorgeblichen Gesicht des Doktors, das in Wirklichkeit eine sorgfältig gearbeitete lebensechte Maske war, ein schrecklich verzerrtes und verunstaltetes Antlitz zum Vorschein kam.

„Mein Gott, was ist das?`“ stöhnte der junge Mann.

Mit der ersterbenden Flamme verlosch in diesem Augenblick das künstliche Leben der Mumie.

Iwan knurrte: „Mumie ist – !“

„Tot – anch – amun – aah!“ verröchelte das uralte Wesen aus Ägypten.

Entsetzt beobachteten Van Helsing und seine Freunde, wie Kharis Ma in atemberaubender Geschwindigkeit immer mehr einschrumpfte, vertrocknete und schließlich zu Staub zerfiel.

Doch mindestens den gleichen Schrecken verbreitete in diesem Augenblick das wahre Gesicht Doktor Lorins, das ihnen nun entgegen starrte.

„Was ist – mit seinem Gesicht?“ stammelte Jonathan Harker.

Van Helsing wollte etwas sagen, doch die nun eiskalt und schneidend klingende Stimme Lorins kam ihm zuvor.

„Das Gesicht, meine Herren? Das, was Sie für mein Gesicht hielten, ist nichts anderes als eine Maske!“

Mit einem schnellen Schritt stand Lorin an einer Wandverkleidung, die im selben Augenblick zur Seite glitt.

„Jawohl, eine Maske! Und bevor ich mich von Ihnen verabschiede, um zu der lieblichen Bianca zu eilen, sollen Sie noch wissen, mit wem Sie es zu tun hatten: mit mir, Lorin, dem Phantom der Oper!“


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1 Antwort bis jetzt ↓

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  • 64 Darci // Oct 3, 2020 at 22:56

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    Also, thank you for allowing me to comment!

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    It sort of feels too complex and extremely extensive for
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    I’ll attempt to get the cling of it!

  • 72 Bebe // Oct 7, 2020 at 01:44

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  • 73 Chanel // Oct 7, 2020 at 01:47

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  • 74 Edgar // Oct 7, 2020 at 04:22

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  • 75 Mallory // Oct 7, 2020 at 17:36

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    informative post here at my residence.

  • 76 Valarie // Oct 8, 2020 at 01:42

    You actually make it seem so easy with your presentation but
    I find this matter to be actually something that
    I think I would never understand. It seems too complicated and extremely broad for me.
    I’m looking forward for your next post, I’ll try to get the hang of it!

  • 77 TheIndianTimes // Oct 8, 2020 at 18:18

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    Alsso visit my blog post TheIndianTimes

  • 78 Adele // Oct 9, 2020 at 15:15

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    not very techincal but I can figure things out pretty fast.
    I’m thinking about creating my own but I’m not sure where
    to start. Do you have any ideas or suggestions?
    Thank you

  • 79 Rafaela // Oct 10, 2020 at 05:48

    It’s truly a nice and useful piece of info. I’m satisfied that you shared this helpful information with us.

    Please keep us informed like this. Thank you
    for sharing.

  • 80 Lloyd // Oct 11, 2020 at 02:39

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    to gain knowledge of more and more.

  • 81 Rodolfo // Oct 11, 2020 at 10:06

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  • 82 Carson // Oct 11, 2020 at 12:52

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    to…HaHa). You definitely put a fresh spin on a subject
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  • 83 Linnea // Oct 12, 2020 at 02:22

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    is there any other web site which gives such things in quality?

  • 84 Alda // Oct 12, 2020 at 06:07

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    I have learn this publish and if I could I wish to recommend you
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    I wish to learn even more things approximately it!

  • 85 www.bakaraoyna1.com // Oct 12, 2020 at 20:21

    Thanks for sharing your thoughts about online bakara. Regards

  • 86 Napoleon // Oct 13, 2020 at 00:55

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    I am gonna watch out for brussels. I will be grateful if you
    continue this in future. A lot of people will be benefited from your writing.
    Cheers!

  • 87 Rolando // Oct 13, 2020 at 02:14

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    blog. I really hope to see the same high-grade content from you later on as well.
    In fact, your creative writing abilities has motivated me to get my own, personal
    blog now 😉

  • 88 Kristan // Oct 13, 2020 at 20:30

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    time for the reason that it provides quality contents, thanks

  • 89 nha cai uy tin // Oct 13, 2020 at 23:37

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    I’ve joined your rss feed and sit up for in the hunt
    for extra of your wonderful post. Additionally, I’ve shared your site in my social networks

    Here is my web-site … nha cai uy tin

  • 90 Harrison // Oct 14, 2020 at 15:37

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    it will be famous, due to its feature contents.

  • 91 Concepcion // Oct 14, 2020 at 23:53

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    I ain’t saying your information is not solid., but suppose you added something that makes people desire more?
    I mean Einmal Transsylvanien und zurück – Fortsetzung: “Die
    Mumie” is a little vanilla. You might look at Yahoo’s front page and watch
    how they write news titles to get people to open the links.
    You might try adding a video or a picture or two to get people excited about what you’ve got to say.
    In my opinion, it could make your posts a little bit more interesting.

  • 92 Violet // Oct 15, 2020 at 03:55

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    I used to go to see this blog daily.

  • 93 Arnold // Oct 15, 2020 at 04:30

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    homework on this. And he actually bought me lunch due to the fact that I discovered it
    for him… lol. So allow me to reword this…. Thanks for the meal!!
    But yeah, thanks for spending some time to discuss this issue here on your web site.

  • 94 m88 // Oct 15, 2020 at 09:47

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    my blog post; m88

  • 95 Joel // Oct 16, 2020 at 00:06

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  • 96 Clair // Oct 16, 2020 at 03:58

    I quite like reading an article that can make people think.

    Also, thank you for permitting me to comment!

  • 97 Ngan // Oct 16, 2020 at 16:52

    I was wondering if you ever considered changing the layout of
    your site? Its very well written; I love what youve got to
    say. But maybe you could a little more in the way of content so people could connect with
    it better. Youve got an awful lot of text for only having one or two pictures.

    Maybe you could space it out better?

  • 98 Rico // Oct 16, 2020 at 20:49

    It’s very straightforward to find out any topic on net as compared to books, as
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  • 99 Nancee // Oct 16, 2020 at 22:49

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  • 100 Derrick // Oct 19, 2020 at 16:15

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  • 101 Doug // Oct 20, 2020 at 22:12

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    ended up losing many months of hard work due to no backup.
    Do you have any solutions to stop hackers?

  • 102 Arnulfo // Oct 20, 2020 at 22:55

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    argument made at this place.

  • 103 Heather // Oct 21, 2020 at 05:49

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  • 104 Dustin // Oct 21, 2020 at 19:42

    My family members every time say that I am killing my time here at net, except I
    know I am getting know-how everyday by reading thes pleasant posts.

  • 105 Katherina // Oct 23, 2020 at 00:05

    An impressive share! I have just forwarded this onto a coworker who
    had been doing a little homework on this. And he in fact ordered me
    breakfast simply because I found it for him…
    lol. So let me reword this…. Thanks for the meal!!
    But yeah, thanx for spending some time to discuss this subject here on your
    site.

  • 106 Juliana // Oct 23, 2020 at 05:22

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    have learned lot of things from it regarding blogging. thanks.

  • 107 wedding photographers // Oct 24, 2020 at 00:03

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  • 108 Sandra // Oct 24, 2020 at 17:58

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    world but I’m trying to get started and create my own. Do you require any coding expertise to make
    your own blog? Any help would be greatly appreciated!

  • 109 Valentina // Oct 24, 2020 at 21:19

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  • 111 Kent // Oct 25, 2020 at 11:17

    My family every time say that I am killing my
    time here at web, except I know I am getting knowledge all the time by reading such good articles or reviews.

  • 112 Rochelle // Oct 27, 2020 at 15:34

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    Several of them are rife with spelling problems and I find it very troublesome to tell the
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  • 113 Sheri // Oct 27, 2020 at 23:28

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  • 116 blackjack // Nov 15, 2020 at 22:05

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  • 117 Jannette // Nov 19, 2020 at 00:57

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  • 118 en iyi casino // Nov 19, 2020 at 05:34

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    say that this write-up very compelled me to try and do it!
    Your writing taste has been surprised me. Thanks, quite nice article.

  • 119 Canada hq Link // Nov 21, 2020 at 07:57

    The fees are reminiscent of events that happened during
    the”Canadian HQ” saga.
    Former police chief Yuri Zaitsev was recently sentenced to eight years in prison for acting as a bounty hunter to get a dark web marketplace.
    Back in December 2018, Zaitsev was working as the leader of his unit over
    the Main Directorate for Drugs Control of the Republic of Khakassia
    — a law enforcement division analogous to the United States Drug Enforcement Administration,
    or DEA. At that moment he initiated contact with
    the operator of a darknet marketplace, offering to help hunt down a guy
    who had appropriated drugs which were entrusted to him for positioning
    in dead drops.
    In Russia, unlike the U.S., many dark web entrepreneurs don’t expect that the post
    office for imports. The prevailing mode of dissemination of the illegal
    goods is rather completed through dead drops

    Here is my web site :: Canada hq Link

  • 120 best camera settings for outdoor photography // Nov 22, 2020 at 09:54

    Hi! Do you know if they make any plugins to safeguard against hackers?
    I’m kinda paranoid about losing everything I’ve worked hard on. Any suggestions?

    Here is my web blog … best camera settings for outdoor photography

  • 121 electric scooters // Nov 23, 2020 at 02:10

    Hello there I am so grateful I found your site, I really found you by mistake, while I was researching on Aol for something else, Anyhow
    I am here now and would just like to say thanks for a tremendous post and a all
    round exciting blog (I also love the theme/design), I don’t have time to look
    over it all at the minute but I have book-marked it and also added your RSS feeds, so when I have time
    I will be back to read much more, Please do keep up the superb work.

  • 122 1xbahis // Nov 30, 2020 at 18:32

    This piece of writing will help the internet viewers for setting up new web site or even a weblog from start to end.

  • 123 betboo üye ol // Dec 11, 2020 at 15:41

    hey there and thank you for your information – I have definitely picked
    up anything new from right here. I did however expertise
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    the website a lot of times previous to I could get it to load properly.
    I had been wondering if your hosting is OK? Not that I am complaining, but slow loading instances times will very frequently affect your placement
    in google and can damage your quality score if advertising and
    marketing with Adwords. Anyway I’m adding this RSS
    to my email and could look out for much more of your respective intriguing content.
    Make sure you update this again very soon.

  • 124 bahigo giris // Dec 20, 2020 at 09:49

    I’m not that much of a internet reader to be honest but your sites really nice, keep it up!
    I’ll go ahead and bookmark your website to come back in the future.
    Cheers

  • 125 supreme // Dec 21, 2020 at 01:00

    An attention-grabbing dialogue is value comment. I feel that you need to write more on this subject, it may not be a taboo topic however generally people are not enough to talk on such topics. To the next. Cheers

  • 126 kyrie 5 shoes // Dec 21, 2020 at 01:01

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  • 127 calvin klein underwear // Dec 21, 2020 at 01:06

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  • 128 bahsegel // Dec 21, 2020 at 10:08

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    that how a user can understand it. Therefore that’s why this piece of
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