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Die Anschläge von Paris und ihre medialen Folgen

Dezember 13th, 2015 · Keine Kommentare

Es vergeht keine Ausgabe eines ehrenwerten Blattes wie “Die Zeit” oder eine Wochenendausgabe einer relevanten Tageszeitung ohne mindestens einen Artikel zum Thema (s.o.)

Einer nennt sich die “Unfähigkeit zu trauern”, und die Autorin Marie Schmidt beschreibt mit viel Gefühl und wenig historischem Background die Lebenssituation der potentiellen Opfer: “PR-Agentn, Kellner … Studenten”, die sich nur “winzige Wohnungen” leisten können und deshalb “die ganze Stadt” bewohnen müssen. “Man sitzt … im Café, weil man … daruf angewiesen ist!”

Das erinnert mich doch sehr an mein eigenes Studentenleben vor 50 Jahren – daran hat anscheinend nichts geändert. Bloß, dass damals Gottseidank niemand eine Bombe ins “Café Hawelka” schmiss!

Geändert hat sich allerdings die Welt um uns herum! Auch wenn keine Logik dahinter steckt, dass Pariser Bohemiens dafür sterben müssen, dass die US-Amerikaner mittels Wahlfälschung einen grenzdebilen Präsidenten wählten, der das ganze Schlamassel zu verantworten hat.

Und wenn Gerhard Schröder damals auf die “ZEIT” und ihren damaligen kriegsbereiten Chef Josef Joffe gehört hätten, wären vielleicht auch schon einige Bomben am Ku-Damm explodiert – aber die kommen ja vielleicht noch nach einem “erfolgreichen” Syrien-Einsatz der Bundeswehr.

Die “Goldenen Zeiten” (wie sie der unvergleichliche Eric Hobsbawm nannte)sind vorbei, die wir Älteren noch aus der Mitte des 20. Jahrhunderts kennen lernen durften. Unsere Kinder und Enkel werden sich war anziehen müssen – auch wenn die Klimaerwärmung eigentlich das Gegenteil empfiehlt!

Tags: Allgemein

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